In ungewöhnlich scharfer Form hat die CDU die Personalpolitik von Bürgermeister Alexander Heuer kritisiert und ein Mitspracherecht bei der Nachfolge für Stadtbaurat Michael Stojan eingefordert.

„Der Leiter des Bürgermeisterbüros, Guido Hüpper, ist weg, Stojan ist weg, Frank Herbert hat seine Kandidatur als Sozialdezernent zurückgezogen und es soll weitere Absetzbewegungen aus dem Umfeld des Bürgermeisters geben“, sagte CDU-Chef Heinrich Dannenbrink beim Neujahrsempfang der Partei am Freitagabend im Schützenhaus Berenbostel. „Heuer hat keine glückliche Hand in Personalfragen“, sagte er. Dannenbrinks Konsequenz: Die CDU fordert, bei der Auswahl des neuen Stadtbaurates mitreden zu können. „Der Bürgermeister hat aber leider das alleinige Vorschlagsrecht – ein Fehler in der Gemeindeordnung“, sagte Dannenbrink. Für die Neue Mitte müsse Heuer schleunigst alle Hemmnisse aus der Welt schaffen, sagte Dannenbrink und zielte damit auf das gestörte Verhältnis zwischen Heuer und der Region Hannover. Beim Heycom-Projekt an der Burgstraße habe diese Zusammenarbeit vorbildlich funktioniert. „Das wünschen wir uns auch für die Mitte,“ sagte Dannenbrink. Kein Investor werde ohne rechtskräftigen Bebauungsplan einen Spaten in die Hand nehmen. Zwischen Stadt und Region ist der Umgang mit dem Planetencenter und damit auch mit der Genehmigung für das neue Center am Rathaus strittig. Seinen Einstand im CDU-Stadtverband gab der Bundestagskandidat Sebastian Lechner. Zusammen mit Ulf Thiele, Generalsekretär der CDU Niedersachsen, warb Lechner an der Basis um Unterstützung für die Bundestagswahl im Herbst und die Europawahl am 7. Juni.

Markus Holz / Leine-Zeitung vom 12. Januar 2009

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