Die Studenten mit Vertretern vom Freundeskreis Garbsen und der CDU/FDP-Gruppe im Rat. Quelle: Gerko Naumann

Ab dem Herbst 2019 sollen Tausende Studenten auf dem Campus Maschinenbau in Garbsen lernen. Über ihre Wünsche haben Studentenvertreter am Donnerstag mit Politikern und Mitgliedern des Freundeskreises gesprochen.

Garbsen-Mitte.  Vier Maschinenbau-Studenten aus der Gruppe „Ideenwekstatt Campus Maschinenbau“ sind am Donnerstagmorgen in Garbsen zu Gast gewesen. Sie haben sich mit Vertretern der CDU/FDP-Gruppe im Rat getroffen, um ihre Wünsche zur Entwicklung des Campus zu äußern. Dort werden ab dem Wintersemester 2019 etwa 6000 Studenten, Professoren und Mitarbeiter der Leibniz- Universität lernen, arbeiten – und leben. Vermittelt hatte das Gespräch Holger Bahl vom Freundeskreis in Garbsen.

Zu wenig Platz zum Lernen?

Der wohl wichtigste Kritikpunkt der jungen Leute betrifft die Größe des sogenannten Seminar- und Kommunikationsgebäudes auf dem Campus-Gelände. Das ist dafür gedacht, dass die Studenten in Gruppen oder allein lernen können. „Unser jetziges Gebäude in der Nordstadt Hannovers ist etwa doppelt so groß“, sagte Hannes Fischer, der im elften Semester Maschinenbau studiert. Die Studenten befürchten, dass das Lernklima unter dem Platzmangel leiden könnte.

Auch beim Thema Freizeit haben die Studenten noch Gesprächsbedarf. „Wir wünschen uns, dass die Lebensqualität im Vergleich nicht leidet“, sagte Lorenz Lünsmann. In der Nordstadt Hannovers seien die Uni-Gebäude quasi von Grünflächen umzingelt. Einen geeigneten Ort zum „frische Luft schnappen, draußen lernen und grillen“ wünschen sich die Maschinenbauer auch in Garbsen.

Fahrräder zum Ausleihen gewünscht

Die geplanten Shuttle-Busse von der Haltestelle am Friedhof im Stadtteil Auf der Horst zum Campus halten die Studenten für eine gute Lösung. Trotzdem lieferten sie noch einen konkreten Vorschlag, wie ihre Mobilität innerhalb Garbsens verbessert werden könnte: Ein sogenanntes Bike-Sharing-System, bei dem man sich Fahrräder an einer Station ausleihen und an einer anderen wieder abgeben kann. „So kämen wir schnell von der Haltestelle zum Campus und in die Innenstadt“, sagte Studentin Julia Wöhler.

Politiker formulieren zwei Anträge

Die CDU/FDP-Gruppe im Rat der Stadt Garbsen will diese Kritik und Vorschläge der jungen Leute zügig aufgreifen. „Dazu ist es wichtig, dass wir regelmäßig im Gespräch bleiben“, sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Hartmut Büttner. Schon bei der nächsten Ratssitzung am Montag, 6. November, wollen die Politiker deshalb zwei Anträge vorbringen.

In einem davon fordern sie die Verwaltung auf, alle öffentlich zugänglichen Grünflächen in der Nähe des Campusgeländes aufzulisten. Anschließend sollen die Verantwortlichen prüfen, ob dort Sitzgelegenheiten aufgestellt werden können. Der zweite Antrag sieht vor, dass der Arbeitskreis Wissenschaftsstandort wieder eingerichtet wird – um den Austausch zwischen Politikern, der Universität und den Studenten zu vertiefen.

Quelle: Gerko Naumann (www.haz.de)

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