Die CDU-Landtagsabgeordnete Editha Lorberg und CDU-Ratsherr Gunther Koch. (Quelle: Jutta Grätz)

Kommt wieder Bewegung in den Bau der Verbindung zwischen Garbsen und Schulenburg? SPD und CDU machen die L382 zum Wahlkampfthema. Landtagskandidatin Editha Lorberg: Die CDU will das Land bauen lassen.

Berenbostel/Garbsen. „Seit Jahrzehnten leiden die Berenbosteler und zunehmend auch Stelinger unter dem stetig wachsenden, täglichen Verkehrsdruck“, sagte Lorberg am Montag bei einem Pressegespräch. Sie hatte den CDU-Spitzenkandidaten Bernd Althusmann bei dessen Besuch auf dem Campus Mitte September auf das Uralt-Problem aufmerksam gemacht und war mit ihm zum Stutzen am Ende der Langenhagener Straße gefahren. „Ich habe Bernd Althusmann von der Notwendigkeit überzeugen können, dass der Lückenschluss endlich kommen muss“, sagte Lorberg. Sie kündigte an, dass eine CDU-geführte Landesregierung unverzüglich die Planung mit den betroffenen Landwirten und den Städten Garbsen und Langenhagen auf den Weg bringen wird.

Der Lückenschluss habe höchste Priorität insbesondere wegen des Campus Maschinenbau. Die Verkehrssituation werde mit mehr als 5300 pendelnden Studenten und Dozenten noch problematischer als heute. Der Campus sei bundesweit eines der größten und bedeutendsten wissenschaftlichen Bauprojekte der Gegenwart und ein echtes Leuchtturmprojekt für das Land. „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt und die einzige Chance für den Lückenschluss“, sagte Lorberg.

Rückblick: Es geht um eine Strecke von 1300 Metern durch die Feldmark und vorbei an Siedlungen. Die L382 ist Umleitungsstrecke für die A352 und A2. Sie zwängt sich vorbei an den Häusern am Ortseingang von Berenbostel. Pläne gibt es seit 60 Jahren. Alle sind in früheren Jahren gescheitert an politischen Vorbehalten in Langenhagen oder Garbsen und bei Grundeigentümern, heute an gesetzlichen Bestimmungen. Der letzte Versuch ging so: Garbsen plant, Garbsen baut, Garbsen und Langenhagen zahlen und das Land verschiedet sich von der Landesstraße. Sie wird kommunal. Klage Absage beim Verwaltungsgericht Hannover 2012: Garbsen und Langenhagen dürfen nicht bauen, solange es eine Landesstraße ist. Und eine Landesstraße muss es bleiben, weil sie eine andere Landesstraße mit einer Bundesstraße verbindet. Das darf in Deutschland keine kommunale Straße. Sackgasse.

Bei seinem Garbsen-Besuch im Februar hatte Ministerpräsident Stephan Weil betont, das Land halte sich an seine Maxime, keine Straßen mehr zu bauen. Er versprach aber, dem Thema nachzugehen. Im SPD-Forum am Montag sagte Weil: „Wir warten mal ab, was die aktuell intensiven Gespräche zwischen Garbsen und der Landesbehörde für Straßenbau jetzt ergeben. Ich glaube, die sind auf einem guten Weg.“ Die Staatskanzlei hat die Verhandlungen am Dienstag bestätigt. Der Vorschlag: Das Landesstraßennetz wird rund um diesen Knotenpunkt neu sortiert, und zwar so, dass Garbsen, Langenhagen, Hannover und Region den Lückenschluss realisieren können. „Das klingt alles nach sehr ernsthaften Bemühungen, eine Lösung zu entwerfen, die vor Gericht Bestand hat“, sagt der stellvertretende Regierungssprecher Olaf Reichert.
Die CDU plant es vermeintlich einfacher: „Wer“, fragt Editha Lorberg, „sollte die Entscheidung für den Lückenschluss treffen, wenn nicht das Land selbst, sofern eine Notwendigkeit besteht? Der Knoten muss endlich durch, ich werde hier energisch drängen.“ Voraussetzung für diesen Schritt wäre, dass die neue Landesregierung die Maxime kippt, keine neuen Straßen mehr zu bauen.

Quelle (Text und Bild): Jutta Grätz und Markus Holz (www.haz.de)

Ein Kommentar zu “In die L382 kommt wieder Bewegung”

  1. Meshach sagt:

    Ich hoffe, dass die neue Verbindung kommt! Ich fahre jeden Tag mit dem Fahrrad auf der Landstraße und das ist mitunter sehr gefährlich, da sich die Autos und LKWs oft mit wenig Abstand vorbeizwängen. Ein Fahrradweg muss dringend her. Kinder und Jugendliche müssen hier auch sicher fahren können.

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