Badepark Berenbostel

Die Mitglieder der CDU/FDP-Gruppe im Rat der Stadt Garbsen nehmen ausführlich Stellung zu der Online-Petition zum Badepark Berenbostel. Zur Wahrheit gehört auch:

  • Weglaufen der Baukosten
    Nachdem 2011 die Gesamtkosten für die Sanierung des Badeparkes Berenbostel noch mit 7,5 Mio. Euro angegeben, bezifferte sie im November 2012 ein namhaftes Gutachterbüro schon mit 13,3 Mio. Euro. Im Juli 2014 schätzte ein Architekturbüro dann 15,7 Mio. Euro – und im Januar 2015 ermittelte die Stadtverwaltung bereits eine Investitionssumme von 17,5 Mio. Euro.
  • Bewusst nicht mitgerechnet
    Dazu wurde Anfang 2015 erstmals ein Renovierungsstau im Hallenbad Planetenring in Höhe von 5,4 Mio. Euro bekannt gegeben. Es wurde damit deutlich, dass die Gesamtinvestition in Höhe von etwa 23 Mio. Euro um etwa 10 Mio. Euro über der noch 2014 im Haushalt vom Gutachter und von der Stadt übernommenen Summe von 13,3 Mio. Euro lag, die dem Garbsener Stadtrat bis dahin als Endsumme benannt wurde. Zusätzlich einer jährlichen Kostensteigerung von 3%. Für 3 Jahre sind es dann schon 25 Mio. Euro.
  • Jährliche Dauerbelastungen
    Noch schwerer zu Buche, als einmalige Investitionskosten schlagen die jährlich aufzubringenden Unterhaltungskosten: Nach einem Neubau des Badeparks in Berenbostel und einer Renovierung des Hallenbades in Garbsen würden die Betriebs- und Personalkosten nach heutigen Erkenntnissen pro Jahr um mehrere Hunderttausend Euro steigen, also bei fast 2,5 Mio. Euro jährlich liegen. Für die durchschnittliche Lebensdauer eines Bades, die bei 40 Jahren liegt, macht das 100 Mio. Euro.
  • Neue Dauerkosten
    Erschwerend kommt hinzu, dass im Jahre 2010 das Haushaltsrecht von der Kameralistik auf die Doppik umgestellt werden musste. Daraus folgt, dass Abschreibungen (Ausgleich von Wertverlust) in gleicher Höhe erwirtschaftet werden müssen. Für zwei Bäder sind das zusätzlich gut 750.000 Euro jährlich. Dazu kämen zwei Schwimmmeister mehr, noch einmal ca. 100.000 Euro pro Jahr.
  • Finanzen laufen aus dem Ruder
    Angesichts der bereits jetzt zu ersehenden Unterdeckung des städtischen Haushalts im Jahre 2018 ist das im Sinne einer verantwortlichen Haushaltsführung, zu der die Stadt verpflichtet ist, nicht verantwortbar. Diese oben genannten Zahlen sind den anderen Fraktionen des Stadtrates auch bekannt. Von den in der überörtlichen Presse und im Fernsehen bekannt gemachten sprudelnden Steuereinnahmen ist in Garbsen und anderen Kommunen jedenfalls überhaupt nichts zu spüren.(Kämmerer Landers im Wirtschafts- und Finanzausschuss am 24. Mai 2016).
  • Was wir wollen
    Wir wollen keine Steuererhöhungen die alle Bürger treffen würden. Wir wollen auch keine Leistungsverschlechterungen für Vereine, Sport, Soziales und Kultur. Vor allem wollen wir die in der ganzen Region Hannover vorbildliche finanzielle Unterstützung der Vereine und Verbände nicht zurückführen müssen. Das alles wäre nötig um den vorgeschriebenen Haushaltsausgleich hinzubekommen.
  • Baden, Sport, Freizeit und Gesundheit in Garbsen-Mitte
    Der Neubau eines Hallenbades im Stadtteil Garbsen Mitte bietet ausreichende Schwimmmöglichkeiten für die Schulen, die Vereine und andere Badbesucher. Ein Kinderbecken ist ebenso vorgesehen, wie die Öffnung an schönen Tagen zur Liegewiese nach außen. Ebenso ist in einem zweiten Bauabschnitt ein Außenschwimmbad vorgesehen.
  • Kindertagesstätten, Feuerwehr, Sanierung von Straßen Schul- und Sportstätten
    Die Stadt hat weitere kostenintensive Aufgaben vor sich: Neubau mindestens zwei Schulen in Höhe von 8 Mio. Euro, Erweiterung von mindestens zwei Kindergärten, Einrichtung weiterer Kitas, Um- oder Neubau von Feuerwehrgerätehäusern in einigen Stadtteilen, Sanierung von Fahrbahndecken (15 Mio. Euro) in großen Teilen der Stadt, Sanierung von Sanitärräumen in Schul- und Sportstätten, (7,5 Mio. Euro).

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